Unbekannte USB-Sticks besser nicht anschliessen

Landschaftsillustration

Ein gefundener USB-Stick weckt oft Neugier, einfach mal nachzusehen, was darauf gespeichert ist und wem er wohl gehört. Genau diese Neugier wird manchmal gezielt ausgenutzt, indem ein Stick absichtlich an einem Ort liegen gelassen wird, an dem er mit hoher Wahrscheinlichkeit gefunden und angeschlossen wird.

Warum ein fremder Stick riskant ist

Ein unbekannter Stick kann Schadsoftware enthalten, die sich automatisch auf dem Computer installiert, sobald er angeschlossen wird, ohne dass dafür ein weiterer Klick nötig ist. Weil der Inhalt vor dem Anschliessen nicht sichtbar ist, lässt sich das Risiko im Voraus kaum einschätzen, egal wie harmlos der Stick von aussen wirkt und aussieht.

Wird ein fremder Stick gefunden, ist es sicherer, ihn gar nicht erst an den eigenen Computer anzuschliessen, auch nicht aus reiner Neugier oder um den Besitzer herauszufinden. Falls der Stick offensichtlich zu jemand Bekanntem gehört, lässt sich das auch ohne ihn anzuschliessen klären, etwa indem er einfach zurückgegeben wird ohne Umwege.

Am Arbeitsplatz gilt dieselbe Vorsicht besonders, da ein infizierter Stick von dort aus schnell weitere Geräte im selben Netzwerk betreffen könnte und Schaden anrichtet. Auch zu Hause lohnt sich dieselbe Zurückhaltung, selbst wenn der Stick von einem Familienmitglied stammt, aber vorher an einem unbekannten Ort verwendet wurde.

Diese einfache Vorsicht kostet nichts und verhindert eines der ältesten, aber immer noch wirksamsten Einfallstore für Schadsoftware überhaupt. Im Zweifel bleibt ein unbekannter Stick am besten einfach liegen, statt ihn aus Neugier an ein eigenes Gerät anzuschliessen und Risiken einzugehen.